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Presse

Mission

Mit flexiblen, umweltverträglichen und nachhaltigen Prozessen recyceln und gewinnen wir auf verantwortungsvolle Weise nicht nur Blei, sondern viele weitere Metalle, die der Menschheit nützen und für ein fortschrittliches Leben unverzichtbar sind.

Zahlen & Fakten

1906

Betriebsgründung

1912

Erste Bleiproduktion

1996

Einstieg ins Blei-Recycling

2021

Teil des Glencore-Konzerns

Produktionszahlen

+100.000 Tonnen

Bleiproduktion pro Jahr

+150.000 Tonnen

Einsatz von Sekundärmaterial pro Jahr

+70%

Anteil Recyclingmaterial im Einsatz

+70.000 Tonnen

Schwefelsäureproduktion pro Jahr

~99,985 %

Reinheit unserer Bleibarren

+200

Kundenspezifische Bleiqualitäten

50 kg

Gewicht pro Bleibarren

Geschäftsführung

Nordenham Metall GmbH + Nordenhamer Zinkhütte = Glencore Nordenham

Koen Demesmaeker: Koordinator Glencore Nordenham
Thomas Hüser: Geschäftsführer NMG + NZH 
 

Unternehmensdaten

330

Mitarbeitende

+115 Jahre

Erfahrung

13,5 Mio. €

werden bis 2023 in Umweltprojekte investiert

Unternehmensportrait

1. Nordenham Metall – von der traditionellen Bleihütte zum modernen Metallproduzenten

Die Nordenham Metall GmbH gehört zu den bekanntesten und traditionsreichsten Industrieunternehmen der Region. Bereits seit mehr als 100 Jahren wird im Hüttenbetrieb an der Unterweser Blei produziert. Viele Jahrzehnte lang galt dabei die Extraktion von Blei aus Erzen als vorherrschende Methode; seit den 1990er Jahren konnte das wichtige Thema Blei-Recycling immer mehr an Bedeutung gewinnen. Heute stammen bereits mehr als 70 % des in Nordenham jährlich erzeugten Bleis aus sekundären Quellen – also aus bleihaltigen Abfällen und Reststoffen wie Autobatterien, Bleischrotten, Aschen, Krätzen sowie auch bleihaltigen Rückständen aus der Zinkgewinnung. Damit ist Nordenham Metall nicht nur eine der ältesten bis heute aktiven Bleihütten Europas, sondern auch einer der wichtigsten Bleirecycler.

Schon im frühen 20. Jahrhundert profitierte das Unternehmen von seiner strategisch günstigen Lage an der seeschifftiefen Unterweser. Dampfer aus aller Welt brachten Erze nach Europa, die in Nordenham verhüttet werden konnten. Seit mehr als 100 Jahren ist die Bleihütte – gemeinsam mit ihrer „Schwester“, der Nordenhamer Zinkhütte – so ein wichtiges Standbein für die regionale Wirtschaft in und um Nordenham.

Im Laufe ihrer langen und bewegten Geschichte hatte die Bleihütte viele Namen und unterschiedliche Eigentümer. Seit dem Jahr 2021 gehört sie nun unter dem neuen Namen Nordenham Metall GmbH zum Glencore-Konzern. Der neue Eigentümer Glencore hat es sich zum Ziel gesetzt, das Unternehmen deutlich weiterzuentwickeln und in die Zukunft zu führen – als moderne Polymetallhütte, die neben Blei und Schwefelsäure auch zahlreiche andere Metalle extrahiert und nutzbar macht: beispielsweise Kupfer, Silber oder Gold, aber auch seltene Elemente wie Antimon oder Wismut. So soll das Portfolio des Unternehmens in den kommenden Jahren Stück für Stück erweitert werden.

2. Verantwortungsvolle Bleiproduktion – Investitionen im Zeichen des Umweltschutzes

In vielen Industriezweigen spielt der Werkstoff Blei bis heute eine wichtige Rolle. Verantwortlich dafür sind seine besonderen Merkmale wie die hohe Dichte, die hohe Beständigkeit, die einfache Formbarkeit sowie die besonderen elektrochemischen Eigenschaften. Über 80 % des weltweit gewonnenen Bleis wird zur Herstellung von Autobatterien verwendet. Weitere wichtige Anwendungsgebiete sind u. a. die chemische Industrie, der Strahlenschutz sowie die Verwendung des Materials zur Herstellung von Gewichten.

Doch wir kennen auch die Kehrseite der Medaille: Seit den 1970er Jahren wurde zunehmend bekannt, dass Blei gesundheitsschädlich ist, weshalb es nur unter strengsten Sicherheitsbedingungen verarbeitet werden darf. Damit ist klar, dass bleiverarbeitenden Betrieben eine große Verantwortung zukommt. Diese Verantwortung für Mensch und Umwelt steht bei Nordenham Metall stets im Fokus und wird sehr ernst genommen.

Bereits in den vergangenen Jahrzehnten wurden zweistellige Millionenbeträge in neue Technologien und Umweltschutzmaßnahmen investiert. So konnten die Emissionen der Bleihütte seit dem Jahr 1990 um mehr als 98 Prozent (?) reduziert werden. Und auch heute und in Zukunft finden laufend Projekte statt, die dazu beitragen, den Umweltschutz weiter zu verbessern. Insbesondere geht es hier darum, die Entstehung bleihaltiger Stäube immer weiter zu minimieren und vorhandene Stäube kontrolliert von der Außenwelt abzugrenzen.

Bis zum Jahr 2023 wird Glencore zusätzlich weitere rund 13,5 Mio. € in Umweltprojekte bei Nordenham Metall investieren. Davon sollen beispielsweise weitere Einhausungen errichtet sowie neue Lösungen für den Materialtransport entwickelt werden.

3.    Metallrecycling – Treiber für die Kreislaufwirtschaft 

Wegwerfen oder wiederverwenden? In Zeiten endlicher Ressourcen und dabei stetig wachsender Weltbevölkerung stellt sich diese Frage nicht. Die Entwicklung hin zur Kreislaufwirtschaft, zu immer mehr Nachhaltigkeit und Recycling, ist der elementare Zukunftsmotor unserer Zeit.

Dem Metallrecycling kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, denn die unterschiedlichsten Metalle sind elementare Bestandteile unseres modernen Lebens. Produkte des täglichen Bedarfs wie beispielsweise Autos, Smartphones oder Laptops könnten ohne sie nicht existieren. Doch die Neugewinnung von Metallen aus Erzen hat nicht nur ein natürliches Ende, sie bedeutet außerdem einen extrem hohen Energieaufwand. Dagegen können durch konsequentes Recycling von Blei, Zink, Aluminium etc. wichtige Ressourcen erhalten und gleichzeitig erhebliche Mengen Energie eingespart werden.

Als Unternehmen der Recyclingindustrie leistet Nordenham Metall einen wichtigen Beitrag für eine zukunftsfähige Kreislaufwirtschaft. Auch für Blei ist die wichtigste Rohstoffquelle heute das Recycling. Und das aus gutem Grund: Denn im Gegensatz zu anderen Materialien wie beispielsweise Papier oder Kunststoff sind Metalle quasi unendlich oft recyclingfähig – bei gleichbleibend hoher Qualität. Ein durch Recycling zurückgewonnener Bleibarren ist von primär – also aus Erzen – erzeugtem Blei praktisch nicht zu unterscheiden. Alte Autobatterien sind als Sekundärmaterial besonders beliebt, denn neben dem darin enthaltenen Blei können auch Kunststoffe und Schwefelsäure separiert und so nahezu 100 % der Blei-Säure-Batterie zurückgewonnen werden.

Im Jahr 1996 betrat Nordenham Metall mit der Inbetriebnahme des Badschmelzofens den Recyclingmarkt. Seitdem hat das Recycling von Blei aus Sekundärquellen in Nordenham eine immer größere Bedeutung gewonnen. Heute stammen bereits mehr als 70.000 Tonnen Blei pro Jahr – also rund 70 % des in Nordenham jährlich erzeugten Bleis – aus sekundären Quellen wie Autobatterien, Bleischrott, Bleiaschen und -krätzen sowie bleihaltigen Rückständen der Zinkgewinnung.

Auch in puncto CO₂-Emissionen und Klimaneutralität spielt das Thema Recycling eine ganz entscheidende Rolle: Nicht umsonst gilt die Recyclingbranche als einzige Branche, die mehr Treibhausgase einspart, als sie erzeugt.

Statements der Geschäftsführung …

… zur Bedeutung der Kreislaufwirtschaft:

Recycling ist und bleibt die sicherste und ökologisch beste Form der Rohstoffsicherung in Europa. Solange wir dieses Potenzial nicht voll ausschöpfen, wird die EU ihr ambitioniertes Klimaziel nicht erreichen. Intelligente und langlebige Produkte sind ein wichtiger Schritt, doch erst wenn wir uns darauf konzentrieren, wertvolle Ressourcen konsequent in den Kreislauf zurückzuführen, kann echte Nachhaltigkeit entstehen.

Koen Demesmaeker, Koordinator Glencore Nordenham

… zum Neustart unter dem Dach von Glencore:

Mit Glencore ist in Nordenham nicht nur ein neuer Name, sondern auch ein neuer Geist eingezogen. Die Unternehmenskultur von Glencore sowie das zusätzliche Know-how von Fachleuten aus fast allen Bereichen sorgen dafür, dass wir unsere bisherigen Standards in allen Bereichen deutlich steigern können: im Umweltschutz, in der Arbeitssicherheit, in den Bereichen Unternehmens- und Innovationskultur, aber auch in strukturellen wie technologischen Fragen. Mit Glencore starten wir einen echten Neuanfang.

Koen Demesmaeker, Koordinator Glencore Nordenham

… zum Engagement für den Umweltschutz:

... zur gemeinsamen Zukunft von Nordenham Metall und der Nordenhamer Zinkhütte unter dem Dach von Glencore: